21.10.2026

Informationen zum Bistumsprozess

Auf dem Weg in den neuen Seelsorgeraum: Was beschlossen wurde – und wie es weitergeht

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf dem Weg zum Seelsorgeraum Siegen-Wittgenstein

 

Liebe Schwestern und Brüder,

 

Unter dem Leitwort „Glauben.Gemeinsam.Gestalten.“ steht uns Katholikinnen und Katholiken im Dekanat Siegen ein bedeutender Schritt bevor: Zum 1. Advent 2026 schließen sich die bisherigen fünf Pastoralen Räume mit ihren 20 Pfarreien und Pfarrvikarien unseres Dekanates zum neuen, gemeinsamen Seelsorgeraum Siegen-Wittgenstein zusammen.

 

Zunächst beginnt eine „Übergangsphase“, für die der Erzbischof mich als bisherigem Dechanten zum Leiter ernannt hat. Dabei kommt mir eine mehr koordinierende und zusammenführende Rolle zu, zumal die bestehenden Verantwortlichkeiten in den Pastoralen Räumen (Leitungen, Pastoralteams, Kirchenvorstände, pastorale Gremien) in der Übergangsphase gewahrt bleiben.

Mir steht neben dem bisherigen Dekanatsteam und Herrn Michael Scheffel als „Referenten im Seelsorgeraum“ ein „Übergangsteam“ zur Seite, in welchem Delegierte aus allen fünf Pastoralen Räumen vertreten sind. Ein „Übergangsrat“ wiederum wird den Prozess synodal begleiten. Hier finden neben den aktuellen Pastoralverbunds- und Verwaltungsleitern weitere Menschen aus unseren Einrichtungen und Gemeinden Platz.

Am Ende der „Übergangsphase“ – voraussichtlich in 18 Monaten – steht die Ernennung eines Leitungstrios mit Leitendem Pfarrer, Pastoraler Koordination und Verwaltungsleitung, mit der Perspektive, aus dem Seelsorgeraum Siegen-Wittgenstein e i n e Pfarrei werden zu lassen.

 

Abschied und Neuanfang, Wandel und Aufbruch, Zeitenwende – diese Begriffe beschreiben die Dynamik der kommenden Monate treffend. Das kann schmerzhaft sein und verlangt uns allen Mut ab. Doch gleichzeitig liegt in diesem Wandel eine große Verheißung. Der Übergang soll kein Rückzug, sondern ein mutiger Aufbruch in eine lebendige Zukunft sein, in der wir Kräfte bündeln und voneinander lernen können.

 

Ein gemeinsamer Auftakt: Um diesen Neuanfang auch liturgisch und als Gemeinschaft sichtbar zu machen, soll in allen Gottesdiensten des 1. Advents im gesamten Seelsorgeraum dieser Prozess aufgegriffen und ins Gebet gebracht werden. Wir laden Sie herzlich ein, diese Gottesdienste mitzufeiern und den gemeinsamen Aufbruch im Gebet zu begleiten.

 

Eine Internetseite wird Grundinformationen über den Seelsorgeraum liefern.

 

Mit dem Seelsorgeraum öffnen sich neue Türen für Vernetzung und Kooperation. Für unsere Haupt- und Ehrenamtlichen soll die neue Struktur Entlastung von Verwaltungsaufgaben bringen, mehr Raum für das Wesentliche soll entstehen: die pastorale Arbeit, die Begleitung von Menschen und das gemeinsame Leben aus dem Glauben, Evangelisierung.

 

Lassen Sie uns diesen Weg der „Transformation“ im Vertrauen auf Gottes Geist als Chance begreifen. Wir laden Sie alle herzlich ein, diesen Neuanfang mit Ihren Fragen und Sorgen, Ihren Ideen, Ihrem Charisma und Ihrem Gebet, aktiv mitzugestalten.

 

Gemeinsam brechen wir auf – für einen lebendigen Glauben in Siegen-Wittgenstein.

 

Ihr und euer

 

Karl-Hans Köhle, Dechant

„Übergangsleiter“ ab 1. Advent

 

 

Ankerzeit

Von Advent 2026 bis Advent 2027 ist eine „Ankerzeit“ vorgesehen. In dieser Zeit

sollen sich haupt- und ehrenamtlich Engagierte und weitere Interessierte im

neuen Seelsorgeraum besser kennenlernen, geistliche Angebote wahrnehmen

und über Glaubenserfahrungen ins Gespräch kommen. So soll die Veränderung

nicht nur organisatorisch, sondern auch geistlich gestaltet werden.

Perspektivisch soll ein Seelsorgeraum in der Regel aus einer Pfarrei bestehen.

Das macht Zuständigkeiten klarer, Entscheidungswege einfacher und die

Verwaltung schlanker. Erste Fusionen von Kirchengemeinden sind ab 2028

vorgesehen.

Das kirchliche Leben kann neben thematischen, zentraleren Angeboten auch

weiterhin vor Ort stattfinden: in Gemeinden, Kirchorten, Einrichtungen,

Gruppen und Initiativen. Dafür sollen lokale Verantwortungsstrukturen

ausgebaut werden, in denen Engagierte wie bisher Verantwortung übernehmen

– etwa für Gottesdienste und Andachten, thematische Angebote, Gebäude oder

konkrete Aufgaben am Ort. Bedingung ist, dass sich Menschen mit ihrem

Engagement einbringen.

Künftig wird es in jedem Seelsorgeraum ein Pastorales Zentrum, mehrere

verlässliche Orte und ein multiprofessionelles Pastoralteam geben. Das

Pastorale Personal wird perspektivisch auf Ebene des Seelsorgeraums

eingesetzt und arbeitet stärker zu vereinbarten thematischen Schwerpunkten.

Geleitet wird der Seelsorgeraum kooperativ durch ein Trio aus Pfarrer,

Pastoraler Koordination und Verwaltungsleitung sowie in enger

Zusammenarbeit mit dem Rat der Pfarrei und dem Kirchenvorstand. In

ehrenamtliches Engagement soll durch Begleitung, Qualifizierung und

spirituelle Stärkung investiert werden. Zudem wird pro Seelsorgeraum eine

hauptberufliche volle Stelle zur Engagementförderung geschaffen.

Auch die Verwaltung auf Bistumsebene wird neu geordnet, damit

Seelsorgeräume, Einrichtungen und Engagierte vor Ort professionell unterstützt

werden.

Weitere Informationen zu den Konkretisierungen im Bistumsprozess gibt es unter: